134 Jahreshauptversammlung - "Enormen Arbeitsaufwand" mit Silbernem Ehrenkreuz belohnt

1. März 2005
Verein
Mitglieder der FFW Hepberg bekommen Auszeichnungen / "Bündnis" zum Bau von Feuerwehrhaus angeregt Seit 1990 war Albert Schießl als Gerätewart für die Freiwillige Feuerwehr Hepberg im Einsatz. Heuer beendete er seine Tätigkeit und empfing dafür von Kreisbrandmeister Josef Knabl das silberne Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes Eichstätt.

"Bei den Übungen ist es für uns Aktive selbstverständlich, dass die Fahrzeuge in sauberem Zustand sind und die Geräte einwandfrei funktionieren", so Knabl. Den Feuerwehrleuten sei dabei oftmals nicht bewusst, was für ein enormer Arbeitsaufwand dahinter stecke. Kommandant Kurt Lindner hob ebenfalls hervor, dass Schießl immer zur Stelle sei, wenn man ihn brauche und hoffte, dass das auch weiter so bleiben werde.
Eine zweite Auszeichnung, die bronzene Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes, ging an Josef Mühlbauer, der 22 Jahre lang die Fahne des Vereins getragen hatte und darüber hinaus als Schriftführer tätig ist. Ferner konnten der Kommandant und der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Anton Beer, zahlreiche Mitglieder, unter ihnen auch Johann Schießer, der schon seit 65 Jahren dabei ist, für ihre langjährige Vereinstreue ehren.
Das vergangene Jahr in dem zurzeit 299 Mitglieder zählenden Verein ließ der Vorsitzende Revue passieren. Unter anderem waren die Hepberger bei den Feuerwehrfesten in Deining und Dörndorf vertreten gewesen und hatten eine ganze Reihe weiterer Aktivitäten zu verzeichnen. Beer berichtete von drei durchgeführten Papier- und Altkleidersammlungen, die heuer ebenfalls wieder stattfinden sollen. Für dieses Jahr kündigte der Vorsitzende den Besuch von Feuerwehrfesten in Hitzhofen und Möckenlohe sowie das Floriansfest am 3. September in Hepberg an.
2004 sei ein Zelt für den Verein angeschafft worden, teilte Kassier Max Seitz in seinem Bericht mit. Aus den Ausführungen des Kommandanten Kurt Lindner erfuhren die bei der Hauptversammlung anwesenden Feuerwehrmitglieder, dass die aktive Mannschaft derzeit 35 Männer, neun Frauen sowie 28 Jugendliche umfasst. Zu insgesamt 16 Einsätzen · viermal zu technischen Hilfeleistungen, fünfmal wegen eines Brandes, sechsmal zu Sicherheitswachen und einmal wegen eines Fehlalarmes · war die Wehr ausgerückt. Mit 36 praktischen, sieben theoretischen und 16 sonstigen Übungen hatte sie sich auf den Ernstfall vorbereitet. Bernhard Wittmann war außerdem auf einem Gruppenführerlehrgang gewesen, Tobias Spiel hatte einen Atemschutzlehrgang besucht. Das Leistungsabzeichen "Die Gruppe im Löscheinsatz" war laut Kommandant von 19 Teilnehmern abgelegt worden. Erhard Moosburger und André Böhnisch hatten dabei mit "Rot-Gold" die höchste Stufe erreicht.
Im Hinblick auf die neue ICE-Tunnelstrecke stellte Lindner fest: "Neue Aufgaben kommen auf uns zu." Der Tunneleinsatz sei etwas ganz anderes als der Autobahneinsatz. Jugendwart René Karmann gab in seinem Bericht zunächst das Ergebnis der Wahl vom Januar vorigen Jahres bekannt. Demnach waren Christian Erb zum Sprecher der Jugendfeuerwehr und Daniela Regensburger zu seiner Vertreterin gewählt worden. Kassenwart ist Stephanie Lindner. Beim Kreisjugendfeuerwehrtag in Egweil waren fünf Hepberger Gruppen angetreten. 24 Jugendliche und vier Betreuer hatten auch am Bezirkszeltlager in Königsdorf teilgenommen, was jedoch wegen Regens abgebrochen wurde. Beim Ablegen der Deutschen Jugendspange waren Karmann zufolge neun Jugendliche dabei gewesen. Zehn Jugendliche hatten die Bayerische Jugendspange abgelegt. Ferner hatte die Jugendfeuerwehr vergangenes Jahr 31 angesetzte Übungen, 13 Übungen für den Kreisjugendfeuerwehrtag sowie zehn Kameradschaftsabende zu verzeichnen. Für 2005 stehen erneut die Teilnahme beim Kreisjugendfeuerwehrtag sowie ein Zeltausflug auf dem Programm.
Seinen Dank sagte Bürgermeister Albert Beer der Feuerwehr für die geleistete Arbeit. Ferner ging er auf den Stand in Sachen Feuerwehrhausgeräteneubau ein und erläuterte das neu erstellte Baukonzept, das Kommandant zuvor schon für gut befunden hatte. In industrieller Bauweise und ohne bisher geplantes Kellergeschoss errichtet, sollen die Kosten dafür bei etwa 830 000 € liegen. An Zuschüssen seien nur noch 120 000 € erwarten, so Beer. Der Stopp bei der Erteilung der den vorzeitigen Baugenehmigungen sei aufgehoben worden. "Wir haben das Geld nicht, um zu beginnen."
Wie bei der Aussegnungshalle, die im vorigen Jahr mit ehrenamtlichen Helfern gebaut worden war, schlug der Bürgermeister vor, ein Bündnis zwischen Gemeinde, Feuerwehr und allen, die der Maßnahme wohlgesonnen seien, zu schaffen, um so einen erheblichen Teil der Baukosten zu sparen. Wobei der Rathauschef beim Ausbau der Funktionsräume im oberen Teil des Gebäudes an Eigenleistungen dachte und darum bat, es so zu machen.
(Quelle: Donaukurier)