135. Jahreshauptversammlung - Neues Feuerwehrhaus rückt näher

5. Februar 2006
Verein
Bürgermeister verspricht in der Jahresversammlung Baubeginn in diesem Jahr „Was die Hepberger Jugendfeuerwehr leistet, kann in der Region als einmalig bezeichnet werden“, würdigte Kreisbrandrat Alois Strobl beider Jahresversammlung der FFW das Engagement von Jugendwart René Karmann, der gleichzeitig stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart ist, und von den aktuell 21 Mitgliedern.

So wurde von der Jugendfeuerwehr Hepberg gemeinsam mit den Jugendfeuerwehren Appertshofen und Stammham ein Berufsfeuerwehrtag organisiert. Bei einem Dienst „rund um die Uhr“, bei dem sich Ausbildung und praktische Einsätze abwechselten, konnte die Nachwuchsmannschaft den 24-Stunden-Einsatz der „Profis“ hautnah erleben. Ein zweiter Berufsfeuerwehrtag sei für dieses Jahr in Hepberg geplant.
Auch der hohe Anteil der aktiven Feuerwehrler, der sich an den Übungen beteilige, sei durchaus nicht die Regel, so der Kreisbrandrat. Der gute Ausbildungsstand sei gerade für die Einsätze bei Unfällen auf der Bundesautobahn unverzichtbar. Abschliessend ging Strobl auf die Herausforderungen und die noch zu lösenden Probleme, die aus dem Neubau der ICE-Strecke Nürnberg–Ingolstadt resultierten, ein. So müssten wegen notwendiger technischer Änderungen die für Anfang März geplanten praktischen Übungen in den Tunnels um einige Wochen verschoben werden.
Zur Jahresversammlung hatte Vorsitzender Anton Beer 51 Mitglieder begrüsst. Aktuell habe die Feuerwehr 295 Mitglieder. In seinem Bericht erwähnte er die zahlreichen Feste und Veranstaltungen, die im vergangenen Jahr organisiert wurden beziehungsweise an denen viele Mitglieder teilnahmen. Auch die Papier und Altkleidersammlung wurde erneut durchgeführt. Insgesamt konnte man in den vergangenen drei Jahren 17,5 Tonnen Papier und 6,5 Tonnen Altkleider einer Wiederverwertung zuführen Der Erlös aus diesen Sammelaktionen sei keine unerhebliche Einnahme für den Verein, und die Feuerwehr werde sie auch zukünftig durchführen, so Beer.
Die wesentlichen Einnahmen und Ausgaben zeigte Kassier Max Seitz auf. Per Saldo habe sich der Kassenstand marginal reduziert. Dies sei mit den Kosten für die neuen Uniformen zu begründen. Renate Schießl sowie Waltraud Hudi wurden als Kassenprüfer wiedergewählt.
 Kommandant Kurt Lindner berichtete, dass derzeit 66 Mitglieder aktiven Dienst verrichten. Insgesamt hätten die Aktiven 26 Einsätze geleistet und an 54 Übungen teilgenommen. „Im Rahmen der Brandschutzwoche hat die Feuerwehr ein Auto angezündet“, so Lindner, um die Brandbekämpfung möglichst realitätsnah üben zu können. Im Hinblick auf die neue ICE-Strecke seien bereits die ersten Ausbildungseinheiten absolviert worden, und im November fand eine praktische Einweisung bezüglich der ICE-Tunnel statt. Ein besonderes Anliegen war dem Kommandanten der Hinweis, in Notfällen solle eine der Notrufnummern 110 oder 112 angerufen werden, nicht er privat. Zu bemängeln sei ferner die häufig unpräzise Ortsangabe bei der Meldung von Notfällen. Lindner kündigte an, er werde für die im März fälligen Neuwahlen als Kommandant nicht mehr zur Verfügung stehen.
Kreisbrandmeister Josef Knabl lobte den Einsatz und den hohen Ausbildungsstand der aktiven Feuerwehrkräfte. „Bis auf die bekannten Mängel im Zusammenhang mit dem jetzigen Feuerwehrgerätehaus ist alles in bester Ordnung“, so Knabl.
Er lieferte damit das Stichwort „Neubau“ für Bürgermeister Albert Beer. Er berichtete, dass mit der Fertigstellung des Regenrückhaltebeckens, das als Fundament dient, die Basis für ein neues Feuerwehrhaus geschaffen worden sei. Bei der statischen Auslegung des Rückhaltebeckens sei dies bereits berücksichtigt worden. „Es ist mein erklärtes Ziel“, so der Bürgermeister, „die Zustimmung des Gemeinderates für diese Baumaßnahme kurzfristig zu erreichen und den Rohbau des Gebäudes in diesem Jahr fertig zu stellen.“ Für die kommenden Wochen seien weitere Gespräche mit dem Architekten geplant, um das Vorhaben weiter zu präzisieren und einen detaillierten Kostenplan erstellen zu können.
Beer ging, wie zuvor bereits Kreisbrandmeister Knabl, auf die äußerst schwierigen Verhandlungen mit der Deutschen Bahn AG ein. Letztlich sei es gelungen diese davon zu überzeugen, die Kosten für die Geräte und die Ausstattung der Einsatzfahrzeuge, die im Zusammenhang mit der neuen ICE-Strecke erforderlich werden, zu übernehmen.
Im Rahmen der Ehrungen würdigte Kreisbrandrat Strobl das 25-jährige Engagement von Anton Heinrich junior und Josef  Mühlbauer und überreichte ihnen das bayerische Feuerwehrehrenabzeichen.
Vorsitzender Anton Beer zeichnete Konrad Bauer, Michael Geiger, Alfons Dintner, Josef Obermeier, Josef Schleicher und Ludwig Schmidt für 50-jährige, Ulrich Maier, Xaver Maier und Peter Obeth für 60-jährige sowie Simpert Gschwilm für 70-jährige Mitgliedschaft aus. Er dankte für die langjährige Treue und überreichte den Jubilaren die entsprechenden Urkunden und Ehrennadeln.
(Quelle Donaukurier)